Traumziel Kauai: Klettern, Surfen und Hang Loose


Traumziel Kauai: Klettern, Surfen und Hang Loose

Stundenlang auf den Wellen reiten, menschenleere Strände erkunden, abseits jeglichen Touristenrummels mit einem kühlen Getränk zwischen Palmen liegen und hinaus auf das unendlich scheinende Meer blicken – das klingt nach einem unerreichbaren Traum? Doch das ist er nicht. All das können Touristen auf der Garteninsel Kauai genießen, dem üppigsten Eiland der Hawaiianischen Inselkette.

Bewachsene Felsen bis ans Meer – typisch Kauai.

Schwer zu erreichen, aber nicht unerreichbar


Traumhafte Reiseziele, die von wenigen Touristen frequentiert werden, sind in der Regel schwer zu erreichen. Es liegt in der Natur der Sache, dass keine Linienflüge ins Paradies führen. Wer abgeschieden und ruhig die Ferien verbringen möchte, der muss unter Umständen ein wenig mehr Zeit und Energie in die Anreise investieren. Es gibt zwei Möglichkeiten, Kauai zu erreichen.

Der mühsame Weg: Mit langen Wartezeiten um die halbe Welt

Wer Kauai mit den üblichen Flugverbindungen erreichen möchte, der muss mit langen Zwischenstopps rechnen. Der erste Flug führt von Deutschland in die USA. Beliebt sind Flüge nach New York oder Chicago mit Anschlussflug nach Honolulu. Von dort geht es dann in kleinen Inselhoppern nach Kauai. Alternativ führen Flugrouten über Los Angeles oder San Francisco und von dort aus direkt nach Kauai. Wartezeiten zwischen den Flügen sind oft recht üppig, so dass eine Zwischenübernachtung ratsam ist.

Der entspannte Weg: Komfortabel auf die Trauminsel

Eine wesentlich bequemere und vor allem stressfreie Anreise ins Paradies lässt sich per Privatjet organisieren. Der größte Vorteil ist die Flexibilität eines Privatjets. Diese zeigt sich in mehrfacher Hinsicht:

  • Die Flugzeiten richten sich nach den Fluggästen und nicht umgekehrt.
  • Die Ausstattung erlaubt einen entspannten Flug, bequemes Schlafen inklusive.
  • Haustiere fliegen mit in der Kabine und werden perfekt versorgt.
  • Es ist mehr Gepäck pro Person möglich. Auch Surfbretter, Tauchausrüstung, Bikes und anderes Equipment wird sicher verstaut und garantiert sorgfältig behandelt.

Die Garteninsel empfängt ihre Gäste mit einer warmen Brise

Das Klima auf Kauai ist rund ums Jahr nahezu perfekt. Die Temperaturen liegen im Schnitt zwischen 22 und 27 Grad, im Juli und August kann es lokal auch schon einmal um die 30 Grad werden. Doch so hohe Temperaturen sind eher die Ausnahme. Mit bis zu 20 Regentagen pro Monat ist zu rechnen, aber diese Angabe sollte Reisende nicht irritieren.

Kauai verfügt über ein spezielles Mikroklima und wartet mit Wüstenzonen und Regenwäldern auf. Der Regen konzentriert sich auf die Inselmitte, oben in den Bergen. Dort befindet sich übrigens einer der regenreichsten Spots der Erde. Und genau das ist auch die Quelle des üppigen Grüns der Insel. Von hier aus fließen nie versiegende Wasserströme über die zerklüfteten Felsen hinab zur Küste. Unglaublich schöne Wasserfälle stürzen ins Meer, kleine Bäche fließen entlang der Straßen und Wege und versorgen Millionen von Pflanzen und Tiere. Falls es in den sonnenreichen Küstengebieten doch einmal zu einem kurzen Schauer kommt, zeigt sich kurz darauf ein schillernder Regenbogen. Die Natur greift auf Kauai tief in ihre Trickkiste.

 

Zerklüftete Gebirgshänge auf Kauai.

Die Hot Spots auf Kauai

Wer die Reise nach Kauai auf sich nimmt, der landet an einem Ort, an dem die Uhren noch völlig anders ticken. Das Lebensgefühl der Hawaiianer ist äußerst entspannt. Man lebt nach dem Prinzip „Hang Loose“, was so viel wie „bleib locker“ heißt. Wo sonst auf der Welt tragen sogar Polizisten lila-weiß geblümte Hemden? Auf Kauai ist touristisch dennoch einiges los, die Art hier Urlaub zu machen unterscheidet sich ganz erheblich vom Inselurlaub in Europa.

Diskotheken sind Mangelware, Frauen in kurzen Glitzerkleidern auf High Heels oder Männer im Sakko und Designerhosen trifft man eher selten auf den nächtlichen Straßen. Stattdessen sitzt man zusammen in bequemer Kleidung am Strand, genießt den Anblick eines Lagerfeuers oder trinkt einen Rum-Cocktail mit Blick auf den Sonnenuntergang. Der findet übrigens Abend für Abend ungefähr um 18 Uhr statt, denn die Garteninsel liegt fast auf dem Äquator. Der Sonnenuntergang ist beeindruckend und das Licht wird mild und weich, sobald die Sonne den Horizont berührt. Die Dauer des Sonnenuntergangs ist kurz, bedingt durch die geografische Lage. Gegen halb sieben ist es bereits dunkel. Das ist nicht weiter schlimm, denn sofort geht das nächste Naturschauspiel los: Die Sterne funkeln um die Wette und zwar in so großer Zahl, dass sich Beobachter fast erschlagen fühlen könnten. In den Sommermonaten ist die hell leuchtende Milchstraße selbst für den Laien mit bloßem Auge erkennbar.

Ein Abstecher nach Big Island ist ein Muss

Der Sternenhimmel über Hawaii ist einzigartig und weil die Inseln so weit abseits vom Festland liegen, trübt kein künstliches Licht den Nachhimmel. Nicht umsonst gibt es auf der Nachbarinsel Big Island auf dem Gipfel des Mauna Kea die Sternwarte Mauna Kea Observatories. Sie ist unter Fachleuten hoch angesehen und empfängt regelmäßig hochrangige Wissenschaftler aus aller Welt. Der Mauna Kea ist der höchste bekannte Berg der Welt – gemessen vom Meeresboden erreicht er 10.200 Meter, wovon ungefähr 4200 Meter sichtbar sind.  Oben auf dem Gipfel versammeln sich in den frühen Morgenstunden Naturbeobachter, die den wohl schönsten Sonnenaufgang der Welt beobachten wollen. Ein Naturschauspiel der Superlative, das wahrhaftig unvergleichlich ist.

Über den Wolken auf dem Mauna Kea.

Sightseeing auf Kauai

Kauai ist keine typische Touristeninsel, dennoch hat es einige Highlights zu bieten. Wer auf Kauai weilt, sollte die folgenden Orte gesehen haben:

  • Die Waimea Bucht – Hier landete Captain Cook im Jahr 1778 und entdeckte die Insel. Sein Denkmal steht im Zentrum des Ortes.
  • Die Napali Coast – 27 km unberührte Natur mit Canyons, Wasserfällen, einsamen Stränden und tief eingeschnittenen, zerklüfteten Klippen. Ein Rundflug mit dem Hubschrauber oder eine mehrtätige Wanderung gehören zum Programm.
  • Der Ort Lihue – Einer Sage zufolge errichtete das Naturvolk der Menehune vor 1000 Jahren ein steinernes Becken mithilfe einer Menschenkette von 40 Kilometern Länge. Die Menschen sollen Stein um Stein von Hand aus den Bergen bis nach Lihue weitergegeben haben, um das Wasserbecken zu Fischzucht im Ort zu errichten.

Sagenumwobenes Kauai: Viel mehr als Strandurlaub

Wer bei all den einzigartigen Naturphänomenen überhaupt noch Lust auf einen typischen Strandurlaub hat, der kann das natürlich auf Kauai machen. Hunderte feinsandige, zum Teil spektakulär gelegene Strände laden ganz nebenbei auch dazu ein. Kaum zu glauben, dass sie nicht die Hauptattraktion eines Urlaubs unter Palmen sind, sondern ein schönes Extra.

Bilder:

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