Costa Rica: Auf der Sonnenseite des Lebens


Costa Rica: Auf der Sonnenseite des Lebens

Der Urlaub ins Grüne Paradies war schon lange von uns geplant. Eintauchen in eine tropische Welt voller Leben und in die Sitten einer fremden Kultur. Wir hatten uns schon jede Menge angelesen um die besten Highlights und Must-See’s nicht zu verpassen.  – Die Reiseführer und Reiseberichte anderer Reisenden hatten nicht zu viel versprochen – das Land hat extrem viele Facetten und es gibt jede Menge zu erleben, erst recht abseits des Massentourismus!

In Deutschland gilt Costa Rica immer noch als relativ unbekanntes Reiseland. Die meisten wissen gerade mal, dass es in Mittelamerika liegt, haben sonst aber kein wirkliches Bild von dem Land im Kopf. Dabei gehört es zu einem der artenreichsten Flecken auf der Erde. Dies liegt natürlich mit an dem tropischem Klima. Die Wärme und die hohe Luftfeuchtigkeit lassen Pflanzen in Hülle und Fülle gedeihen und schaffen so für die Tierwelt einen idealen Lebensraum.

  •   Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
    Max. Temperatur °C 28.1 28.9 29.9 30.2 28.8 28.3 28.4 28.3 27.8 27.5 27.6 27.9
    ø Temperatur °C 23.2 23.6 23.6 24.1 23.9 23.5 23.6 23.4 22.9 22.8 22.9 23.1
    Min. Temperatur °C 18.2 18.2 18.3 18.8 19 18.7 18.7 18.4 18 18.1 18.2 18.2
    Regentage 4 2 4 8 21 23 22 22 26 26 19 9
    Niederschlag (mm) 8 10 9 45 170 206 141 192 240 290 137 44
    Sonnenstunden (h/d) 5 5 4 4 1 1 1 1 1 1 1 3
    Luftfeuchtigkeit (%) 82 80 81 83 90 94 93 93 93 94 93 87

     

  • 22. September

    Starker Regen


    ↓ 18 / ↑ 21 °C


    Regenrisiko 10%

    23. September

    Starker Regen


    ↓ 19 / ↑ 23 °C


    Regenrisiko 10%

    24. September

    Sintflutartige Regendusche


    ↓ 18 / ↑ 23 °C


    Regenrisiko 10%

    25. September

    Starker Regen


    ↓ 18 / ↑ 21 °C


    Regenrisiko 10%

    26. September

    Sintflutartige Regendusche


    ↓ 17 / ↑ 20 °C


    Regenrisiko 10%

    27. September

    Starker Regen


    ↓ 18 / ↑ 23 °C


    Regenrisiko 10%

    28. September

    Manchmal Regenschauer


    ↓ 17 / ↑ 23 °C


    Regenrisiko 10%

    29. September

    Manchmal Regenschauer


    ↓ 16 / ↑ 23 °C


    Regenrisiko 10%

    30. September

    Starker Regen


    ↓ 18 / ↑ 22 °C


    Regenrisiko 10%

    01. Oktober

    Starker Regen möglich


    ↓ 17 / ↑ 21 °C


    Regenrisiko 10%

    02. Oktober

    Starker Regen möglich


    ↓ 16 / ↑ 19 °C


    Regenrisiko 10%

    03. Oktober

    Regenschauer


    ↓ 17 / ↑ 21 °C


    Regenrisiko 10%

    04. Oktober

    Leicht bewölkt


    ↓ 18 / ↑ 21 °C


    Regenrisiko 10%

    05. Oktober

    Sintflutartige Regendusche


    ↓ 18 / ↑ 22 °C


    Regenrisiko 10%

     

Da es vor allem diese Seite des Landes war, die wir kennen lernen wollten, entschieden wir uns gegen eine Pauschalreise, bei der die gesamte Zeit an einem Ort verbracht wird.

Die wichtigsten Reisevorbereitungen

Nach längeren Recherchen stolperten wir über einen Reiseanbieter, der neben den üblichen Kleingruppenreisen oder Hotelurlauben auch individuelles Reisen mit einem Leihwagen vor Ort ermöglichte. Glücklicherweise handelte es sich dabei um einen zuverlässigen Reiseanbieter, der einen guten Vor-Ort-Service hatte und somit der ganze Ablauf reibungslos verlief.

Brown Back-Toucan: Costa Rica gehört zu den artenreichsten Orten der Welt.

Überzeugt hatte uns das Argument, dass Costa Rica abseits des Massentourismus gezeigt wird und dass die Zahlung erst nach der Reise fällig wird. Durch die Kundenbewertungen hatten wir sogar für einen Moment überlegt eine der dort angebotenen Rundreisen mitzumachen. Doch aus Kostengründen und aus Lust auf Abenteuer blieben wir bei der ursprünglichen Entscheidung, das Land mit dem Mietwagen zu bereisen und Ort sowie Aufenthaltsdauer selber zu bestimmen.

Um dann aber nicht völlig planlos in Costa Rica dazustehen, haben wir uns vorher eine grobe Route festgelegt, die wir in unseren 15 Tagen abfahren wollen. Damit wir auch vorher schon eine Idee zu den Unterkünften vor Ort hatten, nutzten wir die Bewertungen auf TripAdvisor. Eine Auswahl der bestbewerteten speicherten wir uns und hatten somit auch schon gleichzeitig eine grobe Abschätzung, was an Übernachtungskosten auf uns zukommt.

Zusätzlich besorgten wir uns im Internet noch eine SIM-Karte für Costa-Rica, damit wir dort ohne große Sorgen das Internet nutzen können. Auch wenn wir das meiste schon im Vorfeld recherchiert haben, irgendetwas bleibt immer, dass auch vor Ort noch mal schnell recherchiert werden muss.

Erster Tag: San José

Schließlich war es dann soweit. Nach gut 14 Stunden Flugzeit setzten wir in San José den ersten Fuß auf Costa Ricas Boden. Um erst einmal zu akklimatisieren und uns von der Anreise zu erholen, machten wir uns direkt auf in unsere Unterkunft. Die Zimmer waren sauber und klimatisiert. Eigentlich hätten wir direkt ins Bett gehört, doch da es in Costa Rica erst Nachmittag war, beschlossen wir die restlichen Stunden bis abends noch durchzuhalten.

Wir machten eine Runde durch die Stadt und einen Abstecher zu den „Las Ruinas de Ujarras“. Die alten Gemäuer der gut erhaltenen Ruinen sind Zeugen einer alten Kapelle, die 1681 unter Gouverneur Don Miguel Gomez de Lara erbaut und bei einem Erdbeben um 1822 schwer beschädigt wurde. – Die Atmosphäre war sehr angenehm und die Bewegung hatte trotz der Müdigkeit gut getan. Als wir zurück im Hotel waren wussten wir: Am nächsten Tag geht es endlich richtig los!

Ausgewählte Stationen der Rundreise

Nach unserem Frühstück machten wir uns auf den Weg zu unserem Mietauto. Ein Hyundai Tucson mit Allradantrieb. Da wir uns entschieden hatten, uns auf den westlichen Part von Costa Rica zu fokussieren, ging unsere erste Reise direkt zum Arenal Vulkan. Als jüngster und aktivster Vulkan war der Anblick der ausgestoßenen Aschewolken mit einem leichten Nervenkitzel verbunden.

Vom Nationalpark aus war der Blick auf den Vulkan perfekt. Entlang der Pfade wanderten wir durch saftiges grün in Richtung des Vulkans. Auf den Vulkan durften wir jedoch nicht, da er theoretisch immer noch jederzeit ausbrechen kann. Dafür genehmigten wir uns später noch ein Bad in einer der heißen Quellen.

Die nächsten Tage waren ebenso von viel Grün und unberührter Natur geprägt. Wir genossen diese andere Art der Ruhe bis wir Zeuge eines weiteren imposanten Naturereignisses werden durften: Dem Nebelwald in Monteverde.

Der Weg dahin war sehr holprig, da nicht asphaltiert, und zog sich besonders das letzte Stück eine gefühlte Ewigkeit. Doch das Ziel ließ sich sehen. Dichter Regenwald  – und wir mittendrin. Der Nebel machte dem Namen des Waldes alle Ehre und die Wandertour über die Hängebrücken im Regenwald zu einem echten Erlebnis.

Hängebrücke im Nebelwald Monteverde.

Unsere Tour war mit Führung, so dass wir jede Menge zusätzlichen Informationen über Flora und Fauna erhielten. Wir entdeckten einige prachtvolle Vögel und einige, teilweise lästige, Insekten. Die anderen Tiere hielten sich zu gut versteckt. Doch das machte uns nichts aus, da wir noch den Tenorio-Nationalpark vor uns hatten. Hier erhofften wir auch etwas mehr von der Faune zu Gesicht zu bekommen.

Tief im Tenorio-Nationalpark leben Jaguare, Pumas, Tapire, Brüll- Klammeraffen und jede Menge Vogel- sowie andere Tierarten. Allen davon wollten wir natürlich nicht begegnen, aber ein Tapir in freier Wildbahn wäre tatsächlich ein Highlight.


Den Tapir sahen wir leider nicht, aber dafür einen Jaguarundi. Eine südamerikanische Katzenart, die etwas an einen Marder erinnert. Ebenso beeindruckend und daher erwähnenswert war der Rio Celeste. Mitten im Urwald ergoss sich aus dem Wasserfall eine Oase aus klarem, himmelblauem Wasser.

Dann machten wir noch einen Abstecher nach Biagua zur Finca Gavilan. Dort war ein wunderschöner Schmetterlingsgarten mit Faultieren und netten Helfern aus Europa. Die Faultiere ließen sich sogar anfassen und die teilweise riesigen Schmetterlinge in den schillernden Farben konnte man perfekt in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Einer hatte sich sogar zur Landung den Rucksack meines Freundes ausgesucht. Leider ist uns zwei Tage später die Kamera abhandengekommen, so dass die ganzen schönen Momente, die wir auf den Bildern festgehalten hatten, verloren waren.

Das war jedoch das einzige Manko der Reise und wir haben daraus für unsere nächste Reise gelernt. Nichts desto trotz bleiben die vielen schönen Erinnerungen, an wundervolle Orte und Momente sowie an die Begegnungen mit tollen Menschen. Vielleicht war dies ja auch nur ein Wink des Schicksals, dass wir ein zweites Mal nach Costa Rica müssen.

Bildquelle:
Pixabay.com, jeremy924 CC0-Lizenz

Pixabay.com, Naturfreak CC0-Lizenz

Pixabay.com, jeremy924 CC0-Lizenz

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